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Entwickelt und getestet in Zusammenarbeit mit SSSI und
ADRASEC 38
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Graham NAYLOR, Physiker beim Europäischen Synchrotron in Grenoble, ist Mitglied von des Isere Höhlenrettungsteam und arbeitet in Zusammenarbeit mit ADRASEC 38 bei der Entwicklung eines neuen Höhlen Kommunikationssystems. In nebenstehendem Bild ist Graham der Dritte von Links. Er erklärt die Arbeitsweise des Systems NICOLA Mitarbeitern der Gendarmerie der PGHM und Leutnant ROMARY vom Technischen Departement der Gendarmerie National von Rosny-sous-Bois während Tests in der Höhle von Sassenage (Nähe Grenoble) infolge der zukünftigen Nutzung durch die Mitarbeiter der PGHM. |
| Funktionsweise | Sende-Empfänger auf Superheterodyn Basis |
| Euro Norm | I-ETS 300 330 Klasse 3 |
| Sendefrequenz | 86.95 KHz |
| Zwischenfrequenz | 455 KHz |
| Mischer und BFO | Abgeleitet aus Quarzoszillator 11.41MHz |
| Front-end Filterung | Vorselektion mit Tiefpassfilter und zweistufigem LC-Filter |
| ZF Filter | Keramikfilter/Stufe mit hoher Verstärkung/Mechanischem Filter mit hoher Selektivität. |
| Modulation | Einseitenband SSB, J3E |
| Mikrophon | Elektret |
| Abgegebene Sendeleistung in Antenne | 3 Watt max. |
| Strom in Loopantenne | 0.1 A bei Anpassung an Endstufe |
| Abstimmung | 3-Position Schalter, um den Ausgangswiderstand der Endstufe über einen Transformer dem Erdungswiderstand der Antenne anzupassen |
| Versorgungsspannung | +12V bis +15V |
| Stromaufnahme bei 12V | 0.06A bei Empfang und 0.9A bei Senden |
| Antenne | Superloop, welcher durch eine Schlaufe zwischen beiden Elektroden (40-80m separiert) und der Erdungsrückstrom gebildet wird |
| Design | Gemischt SMD (Surface Mounted Devices) und Through-Hole (bedrahtete Bauteile) |
| Leistungsfähigkeit | Felsdurchdringende Verbindungen bis 1200m maximal (abhängig von der lokalen geologischen Situation ), 500m allgemein verwendbar |
| Abmessungen | 150 x 80 x 50 mm |
| Gewicht | 0.250 kg ohne Batterien |
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Die
hier gezeigte Einheit ist in einem schützenden Behälter für
den unterirdischen Gebrauch untergebracht. Es wird empfohlen, das Gerät
in einem wasserdichten Behälter zu transportieren um übermässige
Verunreinigungen mit Schlamm und Wasser zu vermeiden. Das Mikrofon ist
fest verdrahtet, um Kontaktierungsproblem bei Steckern und Verbindern zu
vermeiden. Ein Verbindungsstecker ist vorhanden, um zukünftige Erweiterungen
zu ermöglichen, z.B. digitale Kommunikation oder Fernbetriebseinrichtungen.
Das System wurde bei verschiedenen Expeditionen im Ausland wie Spanien, Mexiko und China eingesetzt, aber auch in Frankreich. Unter anderem war das Gerät im März 2000 über 20 Tage bei einer Rettung im Feldeinsatz. Die Einheit ist von ihren Abmessungen besonders geeignet für die in der Höhlenforschung üblichen wasserdichten Behältnisse wie Pelikan-Boxen oder Tauchcontainer.
Das Gerät hat Verbindungsmöglichkeiten zum Anschluss einer externen Batterie. Zwei Schnellverschlussstecker sind für den Anschluss der Antennendrähte vorbereitet. Ein Lautstärkeregler und ein 3-Positionsschalter für das Einstellen der Sendeleistung sind eingebaut. Die drei optischen Anzeigen haben folgende Funktionen:
Ein 7-poliger Stecker erlaubt die Verbindung eines Ersatzkopfhörers, Ersatzmikrophon, Fernbetriebseinrichtung VHF oder Eindrahttelefons, "Leuchtfeuers" (Beacon) oder zu einem Interface für die Übertragung von Mitteilungen in digitaler Form.
Das System NICOLA wird ab Batterien mit 12V bis
15V versorgt. Nebenstehend ist ein Blick in das Innere des Geräts
möglich und zeigt die flache Hauptplatine. Alle Verbindungen zur Frontplatte
sind über eine separate Platine unter dem Deckel geführt. Weiter
ist Platz vorhanden, um 10AA Batterien unterzubringen (ergibt etwa 2-3
Stunden intensiven Einsatz mit Duracell Ultra Zellen).
Die Ausgangsstufe verwendet eine Reihe von 4 Niederprofil-Transformern, welche direkt auf der Platine aufgebracht sind und der Anpassung von Endstufen- und Bodenimpedanz dienen. Die Primärwicklungen sind dabei parallel geschaltet und je nachdem in welcher Position sich der Drehschalter befindet, werden 1,2 oder 4 Sekundärwicklungen in Serie an den Ausgang geschaltet. Der Lautsprecher ist direkt im Handset eingebaut.
Das Design widerspiegelt in etwa ein Jahr Arbeit an Abenden
und Wochenenden. Mehrere Prototypen wurden gebaut, die vorliegende Version
ist die vierte.
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| Sicht auf die oberflächenbestückte (SMD) Seite der Hauptplatine. |
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| Schutz des Geräts durch eine wasserdichte Box. |
Cari Electronics .
Weiter ist es wichtig zu beachten, dass niemand die Antennendrähte während dem Senden berührt, da kurzzeitig doch mehrere hundert Volt an den Leitungen anliegen können (Position 3 des Drehschalter erzeugt die höchsten Ausgangsspannungen.
- Die Antennendrähte werden vom Gerät aus in entgegengesetzter Richtung zu Punkten verlegt, wo eine gute Erdverbindung hergestellt werden kann. Die Erdverbindung kann unterirdisch mit etwa 10m Geflecht, wie es für die elektrischen Weidezäune verwendet wird, erstellt werden. Dazu wird dieses in einen wassergefüllten Kolk, feuchten Lehm oder Erde gelegt oder vergraben. Auf der Oberfläche können Metallpfähle (oder grosse Zelthäringe) eingesetzt werden. Die symmetrische Anordnung der Antennendrähte ist nicht wichtig, jedoch sollte ein Abstand zwischen den Elektroden von etwa 1/6 der Distanz zu der unterirdischen Station angestrebt werden.
- Wenn die Erdverbindungen erstellt wurde, wird die Batterie angeschlossen und die rote LED leuchtet auf.
- Der Drehschalter (3 Positionen) wird auf Stellung 1 gesetzt. Nun wird gleichzeitig ins Mikrophon geblasen und der Sendeknopf gedrückt. Falls die orange LED nicht aufleuchtet, wird der Schalter eins höher gestellt und wiederum während gedrückter Sendetaste ins Mikrophon geblasen. Diese Schritte werden solange durchgeführt, bis die orange LED zu leuchten beginnt.
- Korrekte Anpassung an die Antennenverhältnisse ist nun durchgeführt. Mit exzellent niederohmigen Elektrodenkontakten wird der Schalter auf Stellung 1 sein, mit normalen Kontaktierungen auf Stellung 2 und bei schlechten Erdverbindungen oder unterbrochenen Antennendrähten auf Stellung 3.
- Wenn einmal eine Sprechverbindung durchgeführt werden konnte und die Empfangsqualität bei der anderen Station dies zulässt, kann der Schalter auf die nächst tiefere Stellung zurückgesetzt werden, um die Lebensdauer der Batterie zu erhöhen.
Zwischen der Höhlenstation und der Oberfläche ist eine ständige Zusammenarbeit notwendig und beide Parteien müssen Übermittlungszeiten und -Orte koordinieren. Die Oberflächenstation muss jederzeit empfangsbereit sein. Die Höhlenstation sollte auch vor oder nach der ausgemachten Zeit versuchen können, eine Meldung abzusetzen. Es kann auch nötig werden, dass sich die Oberflächenstation örtlich verschieben muss, wenn diese feststellt, dass der Empfang schlechter wird. Eine Loopantenne kann hilfreich sein, die Stelle mit dem stärksten Signal zu orten. Die Verwendung von geerdeten Antennenleitungen (vorausgesetzt diese sind genügend lang) führt normalerweise zu signifikant stärkeren Signalen als mit einer Loop-Antenne. Es ist wichtig, eine hohe Verbindungssicherheit zwischen der unterirdischen Station und der Oberfläche zu erreichen, da die Oberflächenstation häufig mit intensiven atmosphärischen Hintergrundgeräuschen konfrontiert ist und die Empfangsqualität darunter stark leidet. Gute Kontaktierung der Elektroden ist wichtig, um die beste Signalabstrahlung zu erreichen.
Der Empfang unterirdisch ist häufig besser als derjenige an der Oberfläche. Die Ursache dafür sind die starken atmosphärischen Störungen im LF Band. Blitzentladungen produzieren starke Signale im LF Band, welche sich aufgrund von Erdungseffekten bis zu 1000km ausbreiten.
Unterirdisch
sind diese parasitären Störungen beträchtlich abgeschwächt
(ausser die Höhle ist nur knapp unter der Oberfläche). Die Intensität
dieser Rausch- oder Lärmquellen variiert deutlich von einem Tag zu
einem anderen und zwischen Tag- und Nacht aufgrund von starken Änderungen
in den Ausbreitungsbedingungen dieser Störsignale.
Die LORAN C Sendeanlagen sind ebenfalls Ursache von beträchtlichen
Störungen in der Region 80-130kHz. Mit den im Nicola System
verwendeten 87kHz, obwohl bis über 1000m Überdeckung manchmal
möglich wären, sollte die Distanz zwischen zwei Station in der
Praxis nicht mehr als 500m betragen. Damit kann eine zuverlässige
Verbindung erreicht werden. Diese Distanz ist normalerweise ausreichend,
auch um die tiefsten französischen Höhlen abzudecken, da meistens
die Oberfläche über dem tiefsten Punkt in einer Höhle sich
gegenüber dem Eingang deutlich in einer tieferen Lage befindet. In
Fällen, wo weite Distanzen überbrückt werden müssen,
ist es häufig hilfreich, die lokale geologische Situation zu berücksichtigen
und die bestmöglichen (und bestleitenden) Schichtverläufe
zu verwenden. Manchmal ist es notwendig das bestmögliche Empfangssignal
so zu suchen, indem die unterirdische Mannschaft ihr Gerät zu einem
Beacon schaltet (dauernde Aussendung eines Signals, Leuchtfeuer) und die
Oberflächenmannschaft wie weiter oben erwähnt mit einem Loop
den besten Standort zuerst suchen muss.